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Décollage vers l'Angleterre

Sept mois en tant que fille au pair à Londres : Brigitte d'Allemagne y a passé les meilleurs moments de sa vie.

Ich war von September 2009 bis April 2010 als Au Pair in London. Was ich dort erleben durfte, kann man mit meinem bisherigen Leben überhaupt nicht vergleichen.

Warum England?
Nun ja, England war anfangs nicht mein Ziel. Mein eigentliches Ziel war Amerika. Ich wollte nach New York, um dort das Großstadtleben zu erleben. Nach reichlichem Überlegen habe ich mich dann doch für London entschieden. Der Grund: Ich war nicht sicher, ob mir das Au Pair Dasein gefallen würde und ob ich es alleine ohne Freunde und Familie so lange Zeit aushalten würde. Da ich unbedingt in eine Großstadt und vor allem in eine englischsprachige Stadt wollte, (da ich außer Rumänisch sonst keine Fremdsprachen kann,) war für mich klar: London wird für ein Jahr mein neues Zuhause.

Ich suche die passende Familie
Nachdem ich mich endlich für eine Stadt entschieden hatte, begann meine Suche nach der passenden Gastfamilie. Die Frage, zu welcher Gastfamilie soll man gehen, sollte wirklich gut durchdacht werden. Denn man wird ja eine lange Zeit bei ihnen verbringen. Da sollte man sich zu 100 Prozent sicher sein, dass es wirklich die passende Familie ist. Bei AuPair World ist es, was Großbritannien angeht, sehr einfach, eine passende Familie zu finden.

Viel E-Mail- und Telefonkontakt
Ich habe mit sehr vielen Familien E-Mail Kontakt gehabt und auch telefoniert, bis ich die passende Familie gefunden habe. Ich hatte mit meiner Gastmutter, bevor ich nach London geflogen bin, dreimal telefoniert und unzählige Mails geschrieben, um sie besser kennenlernen zu können. Aber das ist allein per E-Mail oder Telefon echt schwierig. Ich hab mich dann einfach auf mein Bauchgefühl verlassen, das mir gesagt hat: „Das ist deine neue Gastfamilie." Auf  geht es in ein neues Leben und vor allem ein neues Abenteuer!

Vor dem Abflug bekomme ich kalte Füße
Am 7. September 2009 um die Mittagszeit ging mein Flugzeug nach London. Meine Eltern und meine besten Freunde begleiteten mich. Die Aufregung war grenzenlos. Am Flughafen angekommen, habe ich kalte Füße bekommen und wollte wieder nach Hause fahren. Natürlich habe ich es nicht gemacht. Wieso auch? Das wäre wohl der größte Fehler meines Lebens gewesen.

Ich fliege trotzdem!
Einige Zeit später saß ich dann total aufgeregt im Flugzeug und wusste nicht, was mich dort erwartet. Ich war vorher noch nie in England und wusste natürlich auch nicht wirklich, wer mich dort erwartet. Nach knapp eineinhalb Stunden Flug bin ich dann endlich in London gelandet. Immer noch unglaublich aufgeregt. Als ich dann endlich aus dem Sicherheitsbereich heraus war, sah ich auch schon meine Gastmama, die mich freudig mit einem Kaffee erwartete. Die Begrüßung fiel sehr herzlich aus, aber andererseits auch ein wenig unbeholfen. In meinem neuen Zuhause angekommen, hat sie mir das Haus gezeigt und mir ein wenig Privatsphäre ermöglicht, um erst einmal richtig anzukommen.

Mein Gastkind ist schon 13 Jahre
Da ich recht früh gelandet bin, war mein Gastkind noch nicht zu Hause und ich konnte mich ein wenig entspannen. Meine Familie bestand aus Gastmama, Gastpapa und meinem Gastkind, schon 13 Jahre alt. Wenig später lernte ich es kennen, als es von der Schule nach Hause kam. Ich mochte es auf Anhieb: Ein super süßer, am Anfang etwas schüchterner Junge. Mein Gastvater war leider die ersten zwei Wochen nicht da, da er auf Geschäftsreise war.

Meine Gastmutter zeigt mir die Umgebung
Nachdem wir uns kennengelernt hatten, zeigte mir meine Gastmutter alles in naher Umgebung. Außerdem ist sie mit mir zum College gefahren, damit ich mich für einen Sprachkurs einschreiben konnte. Die ersten paar Tage hat sie mir so unglaublich viel geholfen. Sie ist mit mir in die Stadt gefahren, hat mir gezeigt, wie ich nach Central London mit der U-Bahn komme. Eigentlich hat sie mir einfach bei allem geholfen.

Nie so viele Leute kennen gelernt
Trotz ihrer Hilfe waren die ersten Tage auch echt schwer. Man ist zwar in einer anderen Stadt, einem anderen Land, erlebt neue Sachen, kann sie aber mit keinem teilen. Ich hab mich am Anfang echt etwas allein gefühlt. Was sich aber ganz schnell geändert hat. In London gibt es sehr viele Au Pairs und durch soziale Netzwerke habe ich schnell Anschluss gefunden. Ich glaube, ich habe noch nie in einer so kurzen Zeit so viele neue Leute kennen gelernt wie in den sieben Monaten London.

Freunde im Gastland sind überlebenswichtig!
Ich habe wirklich viele Leute kennen gelernt, mit denen ich die neue Stadt erleben konnte. Mit denen ich auch einfach mal von dem Au Pair Dasein abschalten konnte. Aus Au Pair Bekanntschaften sind echte Freundschaften geworden. Man erlebt mit ihnen einfach Dinge, die die Freunde zu Hause nicht mit einem teilen können. Ich würde jetzt einfach mal sagen: Freunde im Gastland zu haben ist quasi überlebenswichtig.

Beim Tagesablauf kann ich viel selbst gestalten
Da mein Gastkind schon 13 Jahre alt war, hatte ich einen ziemlich entspannten Tagesablauf: Ich bin um 7 Uhr morgens aufgestanden, um nachzusehen, ob er wach ist (er ist jeden Tag allein aufgestanden) und um sicher zu gehen, dass er pünktlich aus dem Haus geht. Zur Schule ist er nämlich auch allein gegangen.
Danach konnte ich eigentlich selbst entscheiden, was ich mache.
Ich konnte mich entweder nochmal hinlegen oder schon einmal mit dem Haushalt anfangen. Meine Aufgaben bestanden darin, das Haus sauber zu halten. Also nichts Besonderes. Eigentlich nur das, was man zu Hause auch tut: Saugen, Wäsche abhängen, Staub wischen, Bügeln etc. Mit dem Haushalt war ich alle zwei Tage für ca. eineinhalb Stunden beschäftigt. Außer, es war super viel zum Bügeln da, was ziemlich oft vorkam.

Kochen für mein Gastkind und mich
Mein Gastkind kam jeden Tag um 5 Uhr von der Schule, ich habe natürlich vorher für ihn und mich gekocht. Nach dem Essen hat er dann Hausaufgaben gemacht, die er auch selbständig gemacht hat. Meine Aufgabe war dann einfach nur, da zu sein, bis seine Eltern von der Arbeit kommen. Wie gesagt, ich hatte ein entspanntes Leben als Au Pair :-)

Ich habe einen entspannten Tagesablauf
Ich hatte super viel Freizeit! Ich hatte wie gesagt eigentlich nur alle zwei Tage zirka zwei Stunden Arbeit und musste kochen und habe auf mein Gastkind aufgepasst, bis seine Eltern zurück von der Arbeit waren. Das hat abends etwa zwei Stunden in Anspruch genommen. Ansonsten hatte ich nur Freizeit.

Macht euren Sprachkurs zu Ende
Ich hab einen ganz normalen Sprachkurs gemacht, der für EU Mitglieder kostenlos war. Anfangs hat es mir nicht wirklich viel gebracht, ich bin hingegangen, um neue Leute kennenzulernen. Aber mit der Zeit hat er sich immer mehr ausgezahlt. Einen Sprachkurs zu machen, finde ich wichtig. Nicht nur, um neue Leute kennen zu lernen, sondern auch, um sein Englisch zu verbessern. Also selbst, wenn ihr das Gefühl habt, er bringt nichts: Macht ihn zu Ende, er zahlt sich
schon aus.

Warum überhaupt Au Pair?
Bei mir war es eigentlich eine ganz spontane Entscheidung, Au Pair zu werden. Ich wollte einfach weg, das Großstadtleben kennen lernen, fremde Kulturen und eine fremde Sprache lernen, also war Au Pair das Naheliegendste. Es ist eine super Gelegenheit, ein neues Land und einen anderen "way of life" kennen zu lernen. So viel wie in der Zeit als Au Pair wird man wohl nie wieder erleben.

Die beste Zeit meines Lebens!

Ich kann sagen, das es die beste Zeit meines Lebens ist, die ich wirklich nicht mehr missen will. Ich würde jederzeit wieder als Au Pair in ein fremdes Land gehen. Was London angeht...ich liebe London. Diese Stadt hat sich zur Liebe meines Lebens entwickelt. Es ist wie ein zweites Zuhause geworden, was natürlich auch an den Leuten liegt, die ich dort kennengelernt habe. Ich persönlich kann jedem nur empfehlen, ein Jahr als Au Pair zu arbeiten. Wer nicht unbedingt super weit weg gehen möchte, sollte London in Erwägung ziehen.

Viel zu schnell vorüber
Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine wunderbare Zeit in London geben :-). Allen, die es noch vor sich haben: Habt so viel Spaß wie möglich und genießt jede Sekunde, denn es ist so schnell vorbei, viel zu schnell!

 

Témoignages des jeunes au pair et des familles d'accueil


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